Arbeiten an der Doppellonge

Die Doppellonge bietet zahlreiche Möglichkeiten, das Pferd fachgerecht zu manövrieren. Die Arbeit mit der Doppellonge ist dem Reiten nicht unähnlich, da die Bewegungen des Tieres präzise gesteuert werden können.

Präzise Arbeit mit der Doppellonge

Die Doppellonge bietet weitreichendere Möglichkeiten in der Ausbildung des Pferdes als die einfache Longe. Zwar ersetzt das Werkzeug nicht das Reiten, doch die Bewegungen der Tiere können sehr präzise gesteuert werden. Das Arbeiten an der Doppellonge ist eine effiziente Unterstützung des Reitens. Rund 18 m lang ist das Instrument, dessen äußere Leine die Hinterhand des Pferdes begrenzt. Wie ein Rahmen umgeben beide Leinen das Tier. Das Pferd kann dadurch gebogen und gestellt werden. Im Training kann auf eine korrekte Dehnungshaltung hingearbeitet werden und es können regelmäßige Handwechsel erfolgen. 

Die Doppellonge kann auf unterschiedliche Arten verschnallt werden. Auf diese Weise können die Übungen dem jeweiligen Ausbildungsstand entsprechend angepasst werden. Die Arbeit mit der Doppellonge spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung auf Wettkämpfe. Sie kann für Dressurübungen, Springtraining und für gymnastische Arbeit in den verschiedenen Gangarten eingesetzt werden. Wichtig beim Anlongieren: Das Pferd muss behutsam an die Arbeit mit der Doppellonge herangeführt werden, damit das spätere Training angstfrei und zwanglos erfolgt.

Video: Worauf Du bei der? Jungpferdeausbildung an der Doppellonge achten solltest ⭐️Tipps Ljudmila Schmid

Doppellonge: Das ist beim Kauf zu beachten!

Mehrere Aussteller auf der virtuellen Pferdemesse sind Experten auf dem Gebiet des Longierens und beraten Sie gern zu den Einzelheiten dieses Trainingsinstrumentes. Dessen ungeachtet geben wir an dieser Stelle ein paar Tipps, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Doppellongen bestehen grundsätzlich aus einem Stück und sind bis zu 18 m lang. Was auf den ersten Blick als große Länge erscheint, erweist sich in der Praxis als notwendig. Besonders unerfahrene Pferde müssen in einem großen Zirkel longiert werden, der ihnen genügend Bewegungsspielraum lässt. Wichtig ist, dass die Doppellonge gut in der Hand liegt und aus einem griffigen Material besteht.

Ist das Material zu hart, bilden sich durch den permanenten Druck mit der Hand schnell Blasen an den Fingern. Glatter Kunststoff ist eher ungeeignet, da das Material bei einer unvorhergesehenen Bewegung des Pferdes aus der Hand gleiten kann. Gut zu handhaben sind Doppellongen aus Baumwolle. Einige Modelle sind mit einem Metallwirbel ausgerüstet, der ein Verdrehen der Leinen verhindert.

Zubehör für die Arbeit an der Doppellonge

Neben der Doppellonge wird bei diesem Training weiteres Zubehör benötigt. Unverzichtbar ist eine Longierpeitsche. Sie sollte so lang sein, dass das Pferd an jeder Stelle des Körpers berührt werden kann. Es gibt eine große Modellvielfalt, die es Anfängern nicht einfach macht, die passende Peitsche zu finden. Ein beliebtes Einsteigermodell ist eine Teleskop-Longierpeitsche mit einer Länge von 7 bis 8 Metern. 

Der Longiergurt wird dem Pferd umgelegt und sollte die Bewegungsfreiheit des Tieres nicht einschränken. Er sollte eine gute Polsterung besitzen und darf die Wirbelsäule nicht einengen. Grundsätzlich sollte der Longiergurt mit vielen Befestigungsringen ausgestattet sein, damit die Höhe der Doppellonge komplikationslos geändert werden kann. Als Material wird Leder für den Longiergurt bevorzugt.

Zum Schutz der Hände sind bei der Arbeit mit der Doppellonge Handschuhe unabdingbar. Die Leine befindet sich ständig in Bewegung, wird ein geholt und ausgelassen. Das belastet die Haut der Hände stark und führt ohne Handschuhe nach kürzester Zeit zur Blasenbildung. Der Handschutz sorgt darüber hinaus dafür, dass die Longe sicher in der Hand liegt und fest gegriffen werden kann. Die Gefahr des Herausrutschens wird auf diese Weise auf ein Minimum reduziert.

Sicherheit für Anfänger

Die Arbeit mit der Doppellonge ist kein gänzlich ungefährliches Unterfangen. Insbesondere der Moment, wenn die äußere Leine über das Hinterbein des Pferdes gelegt wird, birgt Gefahren. Einige Tiere reagieren panisch und reißen sich mit einer ruckartigen Bewegung los. Auf diese blitzschnelle Bewegung müssen Trainer vorbereitet sein.

Anfänger sollten das Longieren zu Beginn nur unter Aufsicht einer erfahrenen Person durchführen. Selbst, wenn umfassendes theoretisches Grundlagenwissen vorhanden ist, sind Fehler beim Longieren keine Seltenheit. Idealerweise wählen Sie für den Einstieg ein erfahrenes Pferd, das über mentale Stärke verfügt und kleine Unachtsamkeiten verzeiht.

Das Longieren sollte unbedingt auf einem umzäunten Reitplatz erfolgen. Sollte sich das Pferd einmal losreißen, bleibt es wenigstens innerhalb der Umzäunung und kann nicht sich und andere Tiere oder Personen in Gefahr bringen. Bewährt hat sich für den Einstieg die Arbeit mit der einfachen Longe, die erst mit wachsender Erfahrung gegen eine Doppellonge ersetzt wird.

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